Allgemein

Mehr als ein Verein

18. Januar 2018

Servus 🙂

zum Thema Laufen: es „läuft“ richtig gut. Die letzte Woche kamen knapp 56 Kilometer zusammen, diese Woche sind es bereits heute (Donnerstag Abend) 55 🙂 Wobei die bisherige Woche extrem gut lief: Montag zwei Einheiten, Dienstag spontan ein Tempodauerlauf über 10 Kilometer (knapp 42 Minuten) und gestern dann der lange Lauf (22 km) – heute ist lauffrei.

Deswegen ist das Hauptthema heute mal ein anderes:

Ich würde Euch gerne eine weitere Leidenschaft – neben meiner Familie und Laufen – vorstellen.

„MEHR ALS EIN VEREIN“

Heute geht’s um die längste Liebe meines Lebens 😉 Diese Liebe ist zwar mit 93 Jahren nicht mehr die Jüngste, ist aber immer noch frisch und heiß. Wir genießen die Zeit sehr. So, keine Angst, es ist natürlich mein Lieblingsverein, die Spielvereinigung Unterhaching.

Wie Ihr wisst, lebte ich neun Jahre in „Haching“ und bin seitdem treuer Fan der „Vorstädter“. Direkt am Anfang meines Fandaseins stieg man in die 1. Bundesliga auf (Stichwort Vizekusen, Meistermacher UND wir sind amtierender Deutscher Hallenpokalmeister :-))

Nach zwei Jahren Bayern, Schalke, Leverkusen, Dortmund etc. ging es leider in die 2. Bundesliga und von dort direkt in die Regionalliga Süd (damals 3. Liga). Dort schaffte man aber den direkten Wiederaufstieg in die 2. Bundesliga, in der man sich 4 Saisons – meist mit Abstiegskampf bis zum Schluss – halten konnte.

Statt Karlsruhe, Kaiserslautern, Freiburg und Köln hießen die Gegner also Pfullendorf und Ludwigshafen-Oggersheim. Trotzdem schaffte man die Qualifikation zur neuen „3. Liga“.

In der ersten Saison wurde der Aufstieg in die 2. Liga nur knapp verpasst (Sieg in Jena und wir wären aufgestiegen :-(()

Nach dem verpassten Aufstieg, unzähligen Transfers (bevorzugt in der Winterpause, wo die Leistungsträger zu Geld gemacht werden mussten), Unruhen (Sponsorenzusage, Spieler wurden gekauft, Sponsor sprang ab) wurde es immer enger bei „meiner Liebe“

Gänsehaut – Mannschaftsaufstellung kurz vor Anstoß!

Trotzdem schaffte man dank der herausragenden Jugendarbeit und mannschaftlicher Geschlossenheit immer irgendwie den Klassenerhalt.

2015 hieß es dann nach der Niederlage in Erfurt (ich war live dabei :(() aber leider „Ciao Profifußball“ und „Hallo Amateurfußball“. Für mich hieß und heißt es immer noch: LIEBE KENNT KEINE LIGA! Man war nicht mehr der kleine Vorstadtverein, sondern Gegner wie Seligenporten, Schalding-Heining (hört sich an wie ein Doppelname einer strengen Mathelehrerin), Buchbach usw. wollten gegen „UNS“ das Spiel der Saison hinlegen.

In der ersten Saison schaffte man mit einem komplett neuen Kader (nur 3 Spieler der Vorsaison blieben) neben Sensationen im DFB Pokal (Ingolstadt und Leipzig wurden besiegt), am Saisonende einen starken 4. Platz.

Dann gelang etwas gaanz seltenes: Die Leistungsträger wurden gehalten und das Team wurde zusätzlich verstärkt. Man war ab dem ersten Spieltag der Saison 2016/2017 der absolute Meisterschaftsfavorit in der Regionalliga Bayern. Mit 25 Siegen, 8 Unentschieden, 1 Niederlage, 95:23 Toren und einem Vorsprung von 25 Punkten auf den Zweiten wurde man hochverdient Meister der Regionalliga Bayern.

In den Relegationsspielen (der größte Witz, dass man als Meister solch Spiele austragen muss…) schaffte man gegen die SV Elversberg (ich kenn da einen, der die 512 km gelaufen ist :D) den Aufstieg und spielt seit der Saison 2017/2018 ENDLICH wieder im Profifußball!

So, das war grob zusammengefasst die Geschichte der SpVgg Unterhaching.

Ihr werdet Euch jetzt fragen: „Was will der mit Haching?“ – Ganz einfach. Es ist, wie es das Vereinsmotto schon sagt: MEHR ALS EIN VEREIN!

Vor einem Heimspiel mit „meinem“ Mikro in „meinem“ Wohnzimmer 😉

Man hält zusammen, egal ob Präsidium, Mitarbeiter der Geschäftsstelle, Spieler, Betreuer, Waschfrau, Fahnenträger, Ordner und natürlich die wenigen, aber treuen Fans. Meine beiden besten Freunde habe ich vor Jahren bei den Spielen (und stundenlagen Busfahrten zu den Auswärtsfahrten) kennengelernt.

 

Dass neben mir natürlich auch meine beiden Töchter Mitglieder im Verein sind ist selbstverständlich 😉 und in meiner 100 Trikots umfassenden Sammlung finden sich natürlich die Meisten von meiner Spielvereinigung.

Dass ich seit Saisonbeginn Stadionsprecher bin erfüllt mich mit unfassbar viel Stolz. Die Fans zu animieren, nochmal für die Mannschaft alles zu geben ist – sorry – unfassbar geil! Wenn dann – wie gegen den KSC oder Bremen II – auch noch in der Nachspielzeit der Siegtreffer fällt, kennt der Jubel keine Grenzen mehr.

Jedes Heimspiel, egal welches Wetter und welcher Gegner, ist ein Gänsehaut für mich. Wenn ich kurz Anpfiff den Rasen betrete, mich in Richtung „SÜD“ zu den besonders treuen und stimmgewaltigen Fans begebe, um die Mannschaftsaufstellung zu präsentieren läuft es mir, egal wie warm/kalt es ist, eiskalt den Rücken runter. Angst kann man es nicht nennen, eher Euphorie und Vorfreude auf das Spiel.

„Mein“ Trikot 😉

Dann nochmal alle Haching Fans zu mobilisieren, die Jungs zu 100% zu unterstützen ist mir sooooo wichtig. Egal in welchem Stadion ich bin: Ich schaue (bzw. höre) immer darauf, was der Stadionsprecher macht. Sich etwas von Lehmann, Dickel und Co. abschauen, sie irgendwie zu imitieren ist nicht mein Ding. Ich mache da meine eigene Gaudi, in meiner eigenen Art und Weise.

Da übermorgen die Winterpause mit dem Spiel beim KSC endlich ein Ende hat, freue ich mich auf die restlichen Spiele. Als Aufsteiger auf Platz 5, nur 2 Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz, wow! Man kann einfach nur stolz sein.

Also, macht Euch mal zu einem Spiel auf in den Sportpark 😉

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