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Jahresrückblick

31. Dezember 2017

Servus,

ja, wo soll ich anfangen?

Das war mein 2017 (zum Vergrößern klicken)

Eigentlich sollte ich jetzt gerade den Silvesterlauf in München laufen, aber der Reihe nach:

Das Jahr 2017 endet so, wie es begann: Verletzt. Im Januar hatte ich muskuläre Probleme im Hüftbeuger, jetzt zum Jahresende dank des sensationellen Putzbrunner Streudienstes (Achtung: Sarkasmus) eine gebrochene Speiche.

Aber lasst mich das Jahr von vorne Revue passieren: Nachdem die kleinen Probleme im Hüftbeuger sich verabschiedet hatten, setzte ich meine Idee, die an Silvester 2016 entstand, in die Realität um. Da ich mich ja ehrenamtlich als Sportbotschafter der Stiftung Ambulantes Kinderhospiz München engagiere und bereits mehrere kleinere Spendenaktionen organisiert hatte, wollte ich 2017 eine große Aktion auf die Beine stellen.

Meine Idee: Ich laufe vom Stadion des Relegationsgegners in das Stadion meines Lieblingsvereins, der Spielvereinigung Unterhaching. Geplant war ein Lauf über mehrere Tage, um dann kurz vor dem Anstoß der Relegationspartie in „mein Wohnzimmer“ einzulaufen.

tom lamest

Danke an Haching für die Zusammenarbeit

Durch Kontakte zum Verein, wurde diese Idee gemeinsam in die Tat umgesetzt und Dank des Pressesprechers Dennis Hartmann hatte ich beispielsweise die Möglichkeit, die Aktion bei münchen.tv in der Sendung „Sportarena“ zu bewerben. Des weiteren verkaufte der Verein Relegationsshirts, wo der Erlös komplett der Aktion zugute kam. Dass sich die Mannschaft mit 300 Euro beteiligte zeigt, dass Haching eben „Mehr als ein Verein“ ist.

Als dann Anfang April ausgelost wurde, dass es ein Gegner aus der Regionalliga Südwest wird, war ich erleichtert. Es hätte auch der Norden oder Nordosten werden können. So war es mit rund 500 Kilometern Entfernung nicht ganz so viel (hahaha)

Durch unzählige Zeitungsartikel und einem Interview beim Radiosender 106.4 topfm (danke Katharina & Markus) wurde die Werbetrommel nochmal ordentlich gerührt, um möglichst viele Spenden zu sammeln.

Glücklicherweise fiel das Los dann auf die SV Elversberg im Saarland. So hatte ich die Möglichkeit, meine Oma und meinte Tante, die im Saarland leben, zu treffen. Dass sie mich beim Start in Elversberger Stadion erwarteten motivierte mich zusätzlich.

Dank eines geliehenen Wohnmobils hatte ich mit meinem Team keinen Stress mit Hotelsuche und anderem Kram. Wir planten die Route und Dank Werner, einem sehr guten Freund meiner Eltern, für mich eine Art „Zweitvater“, verlief ich mich nicht ein einziges Mal. Denn Werner begleitete mich jeden der 512 Kilometer und konnte Dank Handy mich auf den Meter genau navigieren. Mit Raphael, einem ehemaligen Arbeitskollegen hatten wir neben einem Fahrer fürs Wohnmobil auch einen Physiotherapeuten dabei, der abends meine qualmenden Beine lockerte.

Dass mit Steffen ein Fotograf, der mittlerweile ein sehr guter Freund geworden ist, mit dabei war, war das i-Tüpfelchen. Denn so eine Aktion muss natürlich auf Bildern festgehalten werden.

Und so machten wir uns dann am Montag, den 22. Mai auf den Weg nach Elversberg. Neben Vorfreude hatte ich auch eine Menge Respekt vor der Aktion. 500 Kilometer in 6 Tagen läuft man ja auch nicht einfach so.

Dann, in Elversberg angekommen, wurde ich von meiner Oma, meiner Tante, der Cousine meiner Mutter und dessen Mann erwartet. Nach einem kurzen Interview mit Mitarbeitern der SV Elversberg ging’s dann auch schon los. Ah, Wichtig: VIELEN DANK AN DIE SV ELVERSBERG! So etwas gastfreundliches habe ich in 15 Jahren Hachingfan noch nie erlebt!

Bei Sonnenschein und weit über 30 Grad machten wir uns dann auf den Weg in Richtung Heimat (hahaha), okay, das Ziel war es, nach Rheinland-Pfalz zu kommen. Hui, ich machs mal kurz, sonst verpasst Ihr alle Silvester 😀

Am ersten Abend gings 56 Kilometer nach Rodalben (Pfalz), am Abend danach waren wir bereits in Karlsruhe. Mittwochabend hatten wir bereits mehr als die Hälfte geschafft (yes!). Am Donnerstag ging es dann über Aalen (Danke Basti für deine Hilfe :-)) endlich

eder nach Bayern, besser gesagt Dillingen an der Donau. Als wir dann am Freitag Abend in Fürstenfeldbruck ankamen, besuchte mich meine Frau mit unserer kleinen Tochter, um mich noch einmal zu motivieren. Mein Körper war mittlerweile komplett durch: Muskelkater, Sonnenbrand usw. Die Gewissheit, am nächsten Tag wieder zu Hause zu sein spornte mich aber noch einmal an. Und so machte ich mich am Samstag um 7 Uhr morgens mit Werner auf den Weg nach Putzbrunn. Dort angekommen freute ich mich nach dem Empfang meiner drei Mädls auf eine richtige, große und warme Dusche.

Am Sonntag war es dann soweit: Die letzten 12 Kilometer standen an. Putzbrunn – Sportpark war das Ziel, um dann kurz vor Anstoß ins Stadion einzulaufen. Nachdem ich dort einlief (GÄNSEHAUT!!!!!) duschte ich mich in den Katakomben und schaute mit meiner Frau und Freunden das Spiel, welches Haching 3:0 für sich entscheiden konnte. Somit stand man mit einem Bein in der 3. Liga! Dank eines 2:2 im Rückspiel kehrte man nach zwei Jahren Regionalliga endlich wieder in den Profifußball zurück!

Durch meinen ständigen Kontakt mit dem Verein bekam ich dann ein Angebot, welches ich nicht ablehnen konnte: Ich durfte in der 3. Liga als Stadionsprecher tätig werden. Wow, was für eine Ehre!

Nach über 500 Kilometern allein in der einen Woche wurde die Aktion mit dem Kinderhospiz nachbereitet: Über 11.000 Euro Spenden konnten gesammelt werden! WOW!!!!

Auf Laufen hatte ich erst einmal überhaupt keine Lust mehr. Mein Körper musste sich erholen und ich wollte Zeit mit meiner Familie verbringen, die bis Ende Mai ordentlich Abstriche machen mussten, da ich ständig am trainieren war.

Relativ schnell war klar, dass es im Herbst keine Wettkämpfe geben wird. Anfang September fing ich außerdem in einem Medizinischen Fitnessstudio an zu arbeiten und hatte für Training (insbesondere Laufen) keine Lust und auch keine Zeit, da ich neben meiner Familie und den Heimspielen auch gerne auf die Auswärtsspiele der SpVgg fuhr.

Irgendwann, Anfang Oktober, machte ich mich an die Jahresplanung für 2018: Marathon, Herbst, so viel war schnell klar. Auch dass es wieder eine Aktion zugunsten der Stiftung Ambulantes Kinderhospiz München geben soll. Wo genau ich im Herbst starten werde weiß ich selber noch nicht genau. Ist ja auch noch hin!

Trotzdem steht der grobe (Trainings)plan für 2018! 😉

FALKE als Ausstatter – ein Meilenstein für mich

Dass ich dann mit FALKE einen offiziellen Ausrüster finden konnte, setzt dem Jahr 2017 die Krone auf. Es macht mich stolz, die FALKE-Laufkleidung tragen zu dürfen! 🙂

Das Training lief ja, wie Ihr in den letzten Blogs lesen könnt, einfach super. Nach einer kurzen Anpassungszeit im Oktober lief der November richtig gut und nach einer Regenerationswoche Anfang Dezember war ich auch im Dezember richtig gut in Fahrt.

Deswegen entschloss ich mich auch am vergangenen Freitag, den Silvesterlauf in München zu laufen. Einfach so als eine Art „Ende 2017, Start 2018“ wollte ich ohne Zielzeit den Lauf im Olmypiapark angehen.

Beim langen Lauf am Freitag Nachmittag (siehe Instagram & Facebook) passierte es aber dann: Keine zwei Kilometer von daheim entfernt, rutschte ich in einer Kurve aus (ich ging mehr oder weniger, dann ich passierte eine Straße und wusste, dass es in der Kurve glatt sein wird), stützte mich reflexartig ab und fiel aufs Handgelenk. Ich will mir gar nicht vorstellen, was passiert wäre, wenn ich unvorsichtig oder zu schnell gelaufen wäre… Trotzdem lief ich dann weiter und als ich dann zu Hause weder Schmerzen, noch Schwellung oder so hatte, schenkte ich dem Ganzen auch keine Bedeutung mehr.

Gestern nach dem Aufwachen schmerzte die Hand jedoch und mich machte mich vorsichtshalber auf den Weg ins Krankenhaus. Dort wurde dann ein glatter Bruch der Speiche diagnostiziert, der dann durch eine Gipsschiene fixiert wurde. Also nichts mit Silvesterlauf und auch die Ärztin empfahl mir, bis zur Nachuntersuchung (nächsten Freitag) eine Laufpause einzulegen.

Aber mei, shit happens. Die eine Woche Pause wird meinem Körper gut tun. Außerdem steht nächste Woche eine Regenerationswoche auf dem Plan!

So, ich komme zum Wichtigen: DANKE! Danke an alle, die dafür gesorgt haben, dass das Jahr 2017 so gut wurde. Danke an Werner, Raphael, Steffen, Dennis, daniel von münchen.tv, Katharina und Markus von 106.4 topfm, an Markus Müller von sc24.com, außerdem an Herrn Falke von meinem Ausrüster FALKE. Besonders bedanken will ich bei meiner Frau und meinen beiden Töchtern, die immer für mich da sind <3

Ich wünsche Euch und Euren Familien einen Guten Rutsch (nicht wörtlich nehmen wie ich) und Gesundheit!

Bis nächstes Jahr 🙂

Euer Tom

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